Jedes größere Unternehmen hat eine Controllingabteilung, die dafür zu sorgen hat, dass gravierende unternehmerische Fehlsteuerungen, die zu großen Verlusten oder gar zum Konkurs führen könnten, frühzeitig erkannt werden. Diese Abteilung hat die Aufgabe, das Management fortlaufend darüber zu informieren. Das Management wird sicher alles daran setzen, diese elementaren Probleme sofort zu lösen und das Risiko herunterzufahren. Im Fall der Bundesrepublik Deutschland hat das Bundesinnenministerium (BMI) die Controllingaufgabe für innere Angelegenheiten. Das würde bedeuten, aktuell z.B. zu prüfen, inwiefern der Corona-Lockdown gerechtfertigt war. Doch das BMI wurde seiner Aufgabe – Schaden rechtzeitig von der Bevölkerung abzuwenden – nicht im Entferntesten gerecht. Seit etwa dem 23. März 2020 kommunizierte Stefan Kohn, der stellvertretende Leiter des Referats der Abteilung für „Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz“ des deutschen Bundesinnenministeriums behördenintern über die ausstehende Nutzen-Schaden-Analyse zu den Coronamaßnahmen. Stephan Kohn erstellte unter Mitwirkung von zehn ausgewiesenen Wissenschaftlern eine umfassende 192-seitige Analyse, bestehend aus Bericht, Anhang und Emailverkehr, die er am 25. April 2020 mit einem persönlichen Schreiben direkt an Innenminister Seehofer senden wollte. Doch sein Büroleiter Christoph Hübner antwortete am selben Tag, er werde dies nicht weiterleiten. Da er kein Gehör bei seinem Vorgesetzten fand, versandte er am 8 Mai 2020 die Analyse eigenständig, u.a. auch an alle Innenministerien der Länder. Schon nach zwei Stunden reagierte das BMI mit einer Mail an die beteiligten Wissenschaftler, Herr Kohn habe ohne Auftrag gehandelt. Diese entgegneten, dass Herr Kohn in vorbildlicher Weise seiner Beamtenpflicht nachgekommen sei, in Eigeninitiative Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Überdies mahnten die Experten das BMI an, sich inhaltlich mit der Analyse auseinanderzusetzen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Am Samstag, dem 9. Mai 2020, schildert das Nachrichtenportal http://www.achgut.com den ganzen Fall. Bereits am Sonntag (!), dem 10. Mai 2020 erklärte das BMI durch eine Pressemitteilung besagte Analyse als zur Herrn Kohns Privatmeinung. Sofort am Montag, dem 11.Mai 2020, konterten die Wissenschaftler öffentlich scharf und forderten erneut, sich endlich inhaltlich mit der Analyse auseinanderzusetzen, eine Neubewertung der Maßnahmen vorzunehmen und Rechenschaft zu geben über die bislang vom BMI vorgenommene Nutzen-/Risikoanalyse. Am Dienstag, dem 12. Mai 2020, veröffentlichte achgut den kompletten Text der Analyse. Eine Reaktion seitens der Politik und der Leitmedien unterblieb. weiter mit Video