So geht das

In der Krise tut Angela Merkel, was ihr am schwersten fällt: Sie kommuniziert. Das macht die Lage nur noch schlimmer

Die Unzufriedenheit der Deutschen mit dem Corona-Management des Landes wächst, und die Kanzlerin versucht, die Stimmung mit einer Serie öffentlicher Auftritte zu retten. Doch sie findet keine Worte, um Kritik anzunehmen und Zweifel zu zerstreuen. Die Liebe Merkels zur deutschen Sprache war nie besonders ausgeprägt. Für die Regierungschefin ist das treffende Wort eine bestenfalls zufällige Zutat. Wenn aber ein Land ächzt unter einem Lockdown von unabsehbarer Länge und unkalkulierbaren ökonomischen, kulturellen, psychologischen Folgen, wird sprachliche Wurstigkeit zum ernsten Problem. Falsche Sätze treiben die Entfremdung von Politik und Bevölkerung voran. «Im Grossen und Ganzen ist nichts schiefgelaufen», dieser Satz wird bleiben von Merkels Kanzlerschaft, ebenso wie 2015, auf dem Höhepunkt der Migrationskrise, ihr «Wir schaffen das». weiter

Bild
Bild
Bild
Bild