Die Mitarbeiterzeitung des Auswärtigen Amtes „intern AA“ zeigt unkritisch das Foto eines mit „George-Floyd-Straße“ überklebten Straßenschildes, das eigentlich an den von den Nazis verfolgten jüdischen Berliner Polizeipräsidenten Bernhard Weiß erinnern soll.

„internAA“ ist eine Zeitschrift von „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ des Auswärtigen Amtes. Jeden Monat hat sie einen anderen Themenschwerpunkt. Im Oktoberheft 2020 hieß es „Farbe bekennen“. Ab Seite 7 steht ein dreiseitiger Text über die Initiative „Diplomats of Colour“, geschrieben von ihrer Gründerin Tiaji Sio, einer jungen Diplomatin, die sich als „Schwarze Person“ gegen Rassismus engagiert. Tiaji Sio dient derzeit in Hanoi. Bebildert hat ihren Text das Auswärtige Amt. Auf Seite 8 sieht man unten links Außenminister Maas zwischen der Autorin und einer weiteren Aktivistin der DoC. Und über dem Text prangt das Foto eines überklebten Straßenschildes in Berlin. Aus der Bernhard-Weiß-Straße wurde die George-Floyd-Straße. Die Aktion war Teil der weltweiten Proteste gegen „weiße“ Staatsgewalt. Die Begriffe „Polizei“ und „Weiß“ reichten offenbar schon, um in ignoranten „Antirassisten“ den Wunsch zu wecken, den Namen des von den Nazis verfolgten kämpferischen jüdischen Demokraten zu tilgen. Das Referat 102 im Auswärtigen Amt in Berlin übernimmt das Bild unkommentiert und zeigt damit allen diplomatischen Vertretern Deutschlands, wie man am Werderschen Markt heute im Namen des Antirassismus die Erinnerung an einen unter den Nazis verfolgten Juden schändet. weiter