Vor einem Jahr hat das Coronavirus Deutschland erreicht: Eine aus Shanghai nach München gereiste chinesische Mitarbeiterin des Autozulieferers Webasto schleppte unerkannt die Infektion ins Land. Der Webasto-Fall konnte schnell eingedämmt werden – die Pandemie aber nicht verhindert werden. Daten aus der Anfangszeit:

27. JANUAR 2020

Das Gesundheitsamt Starnberg bekommt vormittags die Information, dass die nach Shanghai zurückgekehrte Frau am Coronavirus erkrankt ist. Vom 20. bis 22. Januar war sie in der Webasto-Zentrale in Stockdorf im Münchner Süden, sie hatte keine Krankheitssymptome. Noch am Abend wird der erste deutsche Kollege der Frau positiv getestet – der erste bestätigte Fall in Deutschland. Der Mann kommt in München ins Krankenhaus.

28. JANUAR

Im Tagesverlauf gibt es drei weitere bestätigte Fälle. Kontaktlisten der Betroffenen gehen an das Gesundheitsamt. Webasto schließt zunächst bis zum 2. Februar die Zentrale und verhängt für alle Mitarbeiter einen Reisestopp.

29. JANUAR

Die Zahl der infizierten Mitarbeiter steigt auf sechs. Systematische Coronatests der Mitarbeiter in Stockdorf und bei den Kontaktpersonen beginnen. weiter