Für den oberflächlichen Zuschauer klang bei Merkels Neujahrsansprache alles ganz gefällig. Wenn man allerdings zwischen den Zeilen liest und die feinen Nuancen beachtet, enthielt sie versteckte Botschaften, die aufhorchen lassen. Und Angst machen. Der Beitrag Merkels Neujahrsansprache – dechiffriert erschien zuerst auf reitschuster.de.

Merkels Neujahrsansprache – dechiffriert — reitschuster.de

Auszug:

Verschwörungstheorien sind nicht nur unwahr und gefährlich, sie sind auch zynisch und grausam diesen Menschen gegenüber.“

Ein fein gesetzter Vernichtungsschlag gegen ihre Kritiker. Die Kanzlerin weiß haargenau, dass die Medien seit Monaten den Menschen suggerieren, jeder Kritiker der Corona-Maßnahmen sei ein Corona-Leugner. Und nun bezeichnet sie diese als „Unverbesserliche“. Und stellt sie als „grausam“ hin. Assoziationskette geschlossen. Kritik an ihrer Corona-Politik erfolgreich assoziativ diffamiert, ja beinahe pathologisiert. Demokratie unterscheidet sich dadurch von autoritären Staatsformen, dass man Kritiker nicht als „Unverbesserliche“ und „Grausame“ vom Diskurs auszuschließen sucht, sondern sie ernst nimmt. Das scheint Merkel allen Sonntagsreden zum Trotz innerlich nie begriffen zu haben. Ganz offen gestanden: Wenn ich die Worte „zynisch und grausam“ höre, die Merkel nutzt, sind es nicht ihre Kritiker, an die ich unvermittelt denken muss. Eher schon daran, dass sie jetzt, wo Deutschland so gespalten ist wie noch nie, wo unsere Gesellschaft regelrecht zu zerreißen droht, noch weiter Öl ins Feuer gießt statt zu versöhnen. Und zwar des Machterhalts willen.