Die Regierung erwägt Einschränkungen für Impfverweigerer, kritische Stimmen befürchten Einschränkung bürgerlicher Freiheiten.

Für viele signalisiert die Freigabe des neuen Impfstoffs COVID-19 das Licht am Ende eines dunklen Tunnels, für andere ist der Impfstoff, bzw. die Regelungen dazu, eine Bedrohung der Menschenrechte und bürgerlicher Freiheiten. Wird Israel die Impfung verpflichtend vorschreiben, und wie kann es sich auf die Gesellschaft auswirken, falls dies der Fall sein sollte?

In einer kürzlich von Channel 13 durchgeführten Umfrage erklärten sich 23% der Israelis bereit, sich impfen zu lassen, 26% würden gerne einige Monate warten, 20% würden warten, bis andere zuerst geimpft werden, und 22% sagten, sie würden das Medikament rundweg ablehnen.

Das Gesundheitsministerium sieht diese Zahlen nicht gerne. In einer Besprechung mit dem Epidemie-Behandlungsteam wurde die Möglichkeit geprüft, ein Gesetz zu erlassen, das die Bevölkerung verpflichtet, sich gegen das Virus impfen zu lassen, und gleichzeitig ein Programm mit verfahrenstechnischen und rechtlichen Anreizen für den Teil der Bevölkerung vorbereitet, der sich für eine Impfung entscheidet. Mögliche Einschränkungen für die Verweigerer: Sie erhalten kein Zertifikat, das ihnen Bewegungsfreiheit ermöglicht, müssen nach der Rückkehr aus dem Ausland in Quarantäne gehen, dürfen nicht ins Kino und in andere kulturelle Einrichtungen, haben keinen Zutritt zu Hotels, dürfen nicht in Fitnessstudios oder zu Sportveranstaltungen. Weitere Maßnahmen zur Demoralisierung der Verweigerer werden in Erwägung gezogen. weiter