Es heißt von vielen immer: „So lange sich die AfD nicht von ihrem rechtsradikalen Rand trennt, ist sie nicht wählbar.“

Ich glaube mittlerweile, dass diese Aussage verkennt, dass der Imageschaden für diese Partei mittlerweile so groß ist, dass sie für einen Großteil der Menschen auch dann niemals wählbar sein wird, wenn sie sich komplett von dieser Mischpoke lossagen würde.

125min Doku gegen Rechts leistete sich ProSieben gestern. Die Hofnarren der Jugend, Joko und Klaas sowie Böhmermann, nutzen ihre Sendezeit mittlerweile nahezu ausschließlich für ihre linke Agitation. Während die Wählerschaft der AfD überwiegendmalt, weiß und männlich ist, würden allein in Köln 42% der 16 bis 25-jährigen Grün wählen. Der Konservatismus stirbt einen leisen Tod. Der Liberalismus hatte hier in Deutschland ohnehin nie eine große Chance.

Was soll hier noch kommen?

Das große politische Umdenken? In einem Land, in dem jeden verschissenen Tag Massenschlägereien, Messerattacken oder gar Morde und Vergewaltigungen durch Migranten geschehen und am Ende immer noch jeder glaubt, die größte Gefahr ginge von Rechts aus? In dem die mediale Verblödung so weit geht, dass nicht wenige Menschen bis heute glauben, in Chemnitz sei ein Ausländer von Neonazis erstochen wurden und nicht umgekehrt?

Was soll hier noch kommen?

Die einzige wirkliche Opposition in diesem Land demontiert sich von vorne bis hinten selbst. Das muss hier auch keiner schön reden oder Ausreden dafür finden. Es ist unmöglich, welche Rassistenschweine die AfD in ihren eigenen Reihen duldet. Es ist unmöglich, dass man sie dann auch noch als Opfer darstellt, wenn man doch ganz genau weiß, dass die Medien in Deutschland selbst viel kleinere Aussetzer bis zum geht nicht mehr ausschlachten würden. Wenn es einem wirklich um eine andere, bessere Politik in Deutschland gehen würde und nicht nur um den eigenen Klüngel, würde man sich solche A****l****** wie Lüth nicht leisten. Und insofern ist die AfD keinen Deut besser als andere Parteien. Am Ende zählt auch dort für die meisten nur die parteiinterne Unterstützung. Wenn es sein muss – und das ist das Schlimme – auch durch Neonazis und Rassisten.

Der, der wirklich bei allem der Verlierer ist, ist der liberale oder konservative Bürger in Deutschland, der keine politische Heimat mehr hat. Ich habe seit Jahren keine politische Heimat mehr. Weil die CDU eine sozialdemokratische Partei geworden ist, in der sich die letzten verbleibenden konservativen Lurche nicht trauen, sich gegen Mutti zu stellen, weil die FDP ein sozialliberaler Haufen ist, der sich bei den linken Teenies, die ihn eh nicht wählen, in einer Art und Weise anbiedert, dass man nur aufrichtige Fremdscham empfinden kann und weil alles, was Jenseits von CDU und FDP liegt, schon nicht mehr sozialdemokratisch und sozialliberal ist, sondern schon linksradikal. Es gibt keine wählbare politische Kraft mehr rechts der Mitte. Punkt. Es gibt keine politische Heimat mehr für Menschen in Deutschland, die nicht links sind.

Leute wie ich können eigentlich nur noch in die innere Immigration gehen und darauf warten, dass Soja-Latte-Thorben von Achmed auf’s Maul bekommt. Aber auch das wird die ungute Entwicklung dieses Landes nicht mehr aufhalten. Das einzige, das wirklich einzige, worüber sich der „Nicht-Linke“ noch freuen können wird, ist, dass er am Ende Recht behalten wird.

Anabel Schunke auf FB am 29.9.2020