In Deutschland sind erneut in einem Jahr über 100.000 ungeborene Kinder abgetrieben worden. Das gab das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) am 3. März bekannt. Demzufolge wurden im Vorjahr 100.893 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet.

Das ist ein Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zu 2018 (100.986). 2017 waren es 101.209 Abtreibungen, 2016 98.721 und 2015 99.237. Im vergangenen Jahr waren 72 Prozent der Frauen bei ihrer Abtreibung zwischen 18 und 34 Jahre alt, 18 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre und acht Prozent 40 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen lag bei drei Prozent.

96 Prozent der gemeldeten Abtreibungen wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Eine Beratung ist in Deutschland vor einer Abtreibung gemäß Paragraf 2018 Strafgesetzbuch zwingend vorgeschrieben. Frauen erhalten danach einen Beratungsschein, der Voraussetzung für eine rechtswidrige, aber in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen straffreie Abtreibung ist.

weiter