Der König kommt, der Löwe brüllt

Hört ihr denn nicht seine Schritte.? Er macht sich auf, die Herrscher zu erschrecken. Hört ihr denn nicht, dass er nach Gerechtigkeit unter euch forscht? Er forscht unter uns seine Spuren zu finden welche er uns nach seinem Heimgang ins Vaterhaus hinterließ. ER wundert sich darüber, dass sich die Menschen über die Entgleisungen der Herrscher beklagen, jedoch geflissentlich über den Gerechten hinwegzublicken verstehen. Er weißt nämlich keinerlei Makel auf und wird dennoch übersehen! Womöglich gerade deshalb? Möglich ist es! Aber warum nur um Gottes Willen?

Sein Kreuz ist die einzige Waage, die nicht gefälscht werden kann!

Sein Kreuzessstamm misst unsere Aufrichtigkeit und lotet sie aus. Ein Querbalken beendete unsere Sünde und macht aus unserem Minus ein Plus. Seine ausgebreiteten Arme heißen ein erwähltes Volk, zusammen mit den Völkern der ganzen Erde im Hause seines Vaters so herzlich willkommen , um bei einem einzigartigen Gott der Liebe Zuflucht vor dem Höllenhund zu finden. Aber all dieser Luxus ist den Menschen nicht gut genug. Er möchte gerne ohne die Dornenkrone regieren. Und das macht unsere Unregierbarkeit so offensichtlich: Warum können wir nicht den göttlichen Gedanken ertragen, dass wir ohne IHN nicht vollkommen sind?

Warum wollen wir es nicht eingestehen, dass der Feind, den wir für uns verantwortlich machen, nicht außerhalb, sondern in uns zu suchen ist? Ein Jude der dieses Dilemma erkannte, bot sich als Opfer für alle an, doch die Welt schüttelt ihr unweises Haupt, um sich vor dieser Erkenntnis zu schützen, und wartet lieber auf den Antichrist, weil dieser so gütig ist und alles das erlaubt, was der Heilige Israels zu unserem Schutz verboten hat. Doch am Ende kommt dafür die Quittung.

Der Bund mit dem Tode kostet das Leben.

Deshalb haben die Verführer ein so leichtes Spiel mit den Massen.

Doch da gibt es noch die dummen etwas unansehnlichen, die nichts gelten wollen, seit sie sich selber kennen. Sie hängen mit unerklärlicher Liebe ihr Herz an den unansehnlichsten Vagabunden, mit den Wunden an Händen und Füssen.. Sie haben großen Gefallen an Ihm. Weil er der Einzige war, welcher sich um sie kümmerte als sie verloren waren. Sie schämen sich nicht für IHN, sondern nur für sich selber nur noch darüber, dass auch sie ihn verraten haben und aus Angst vor den Selbstgerechten mit den Wölfen heulten., unter welche sie gesandt waren, um das Verlorene zu suchen. Nur Verlorene können Verlorene suchen und finden. Sie sind an der Liebe zu erkennen, welche nur durch Vergebung zu haben ist, weil sie nicht anders zu haben ist als durch die Selbsterkenntnis eigener Fehlbarkeit. Wir können uns nicht selber entschulden.