Der Vatikanist Sandro Magister, der Ende 2015 als erster die Absicht berichtete, daß eine Amazonassynode vorbereitet wird, um den priesterlichen Zölibat zu beseitigen, bekräftigte gestern, daß diese Synode zwar über den Amazonas stattfindet, aber in Wirklichkeit von der Kirche in Deutschland für die Kirche in Deutschland gewollt ist. Magisters Augenmerk richtet sich aber auf eine weitgehend übersehene Initiative von Papst Franziskus.

Gemeint ist ein Bildungsgipfel zur „Wiederherstellung des globalen Bildungspakts“, der am 12. September mit einer Botschaft von Papst Franziskus für den 14. Mai 2020 angekündigt wurde.

Ein einziges Mal werden„die Religionen“, also zusammengefaßt“, auch das Christentum, und „neutralisiert in einem unterschiedslosen ‚Dialog‘“.

Um die Zielrichtung zu verdeutlichen, verweist Papst Franziskus auf das umstrittene Dokument für die „universale Brüderlichkeit“, das er am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi mit dem Großiman von Al-Azhar unterzeichnete.

Innerhalb dieses päpstlichen Projekts, wie Luisella Scrosati auf Nuova Bussola Quotidiana anmerkte, sei auch Gott willkommen, solange er beim Festmahl der „neuen solidarischen Menschheit“ unter den anderen Geladenen Platz nimmt und nicht den Anspruch erhebt, der Bräutigam zu sein, der zum Hochzeitsmahl lädt, oder sogar jene ausschließen will, die nicht in angemessener Kleidung erscheinen.

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Anmerkung: „Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer, und der HERR spottet ihrer“ – Psalm 2,4