Algerien galt unter den islamischen Staaten lange als liberaler Ort für Andersgläubige. Seit diesem Jahr werden Christen hier massiv verfolgt. Die Lage steht für einen weltweiten Trend.

Die ebensquelle-Kirche in Makouda war bis auf den letzten Platz besetzt, als ein Trupp von zehn Beamten der Gendarmerie Nationale hereinstürmte. Die rund 200 Gläubigen aus der Kleinstadt in den algerischen Kabylei-Bergen stimmten gerade das Halleluja zum Lob des Herrn an. Aber Gebete halfen ihnen nicht gegen die Staatsmacht.

Die Polizisten zogen Pastor Noureddine Benzid mit Gewalt aus der Menge und führten ihn vor den Augen seiner Gemeinde ab. Auch die anderen Gläubigen mussten das Gotteshaus verlassen. Die Beamten verriegelten hinter ihnen die eiserne Tür und versiegelten sie. „Ich hätte es nie für möglich gehalten“, sagt Pastor Benzid, „dass eines Tages Sicherheitsbeamte mit Waffen in unseren Ort der Andacht eindringen, und das vor den Augen von kleinen Kindern und alten Menschen.“ weiter

ev kirche