Sonntagnacht hat das israelische Militär mithilfe des Iron Dome Schildes vier Raketen über den Golanhöhen abgefangen, die von Süd-Syrien aus abgeschossen worden waren. Fast zeitgleich kamen die ersten Berichte über Explosionen im Gebiet von Damaskus. Die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte (SOHR) meldete später, fünf israelische Raketen haben Ziele im Süden Damaskus unter Beschuss genommen, die in Verbindung mit dem Iran und der Hisbollah gebracht werden. Berichte über Tote und Verletzte gab es keine. Zunächst müssen wir einen Blick auf das Geschehen im Irak werfen. Dort ist der Iran momentan dabei, das Land zu übernehmen und in ein zweites Libanon zu machen. Ein Expose, das in der The New York Times und The Intercept erschienen ist, gibt Einblick in das Ausmaß, mit dem der Iran sich mittlerweile in den Irak eingebettet hat. Der Artikel zieht seine Informationen aus 700 Seiten interner iranischer Dokumente des Regimes, viele von ihnen von iranischen Geheimdienstlern handgeschrieben, die zeigen, dass die iranische Verwurzelung in den Irak gleich nach der amerikanischen Invasion 2003 begann. Die Iraner infiltrierten nach und nach Iraks politisches Establishment und Geheimdienste sowie das CIA-Büro des Landes. Die Dokumente und Nachrichten zeigen, dass den Quds-Kräften der iranischen Revolutionsgarde große Fortschritte bei der Verbreitung des Einflusses Irans in der örtlichen Politik in Syrien, Irak und Libanon gelangen. Die Quds-Kräfte unter der Leitung von Qassem Soleimani konzentrierten sich auch auf die Kultivierung guter Beziehungen mit hochrangigen Beamten im Irak.

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