Die US-Abgeordnete, die Verbindungen mit dem Erdogan-Regime unterhält, verweigerte auch einer Resolution die Stimme, die die Türkei für ihren Einmarsch in Syrien sanktionieren wollte.

Mit großer Mehrheit von Abgeordneten beider Parteien hat das US- Repräsentantenhaus am Dienstag für eine Resolution gestimmt, die den an den Armeniern verübten Massenmord im Osmanischen Reich als Genozid anerkennt. Nicht unterstützt wurde die Resolution von Ilhan Omar. Die wegen einer Reihe von antisemitischen Äußerungen auch innerparteilich umstrittene demokratische Abgeordnete stimmte ebenfalls gegen eine Resolution, die Sanktionen gegen die Türkei wegen des türkischen Einmarschs in Syrien fordert.

Der türkische Präsident Reccep Tayyip Erdogan bezeichnete die Resolution einerseits als „bedeutungslos“, andererseits aber als „größte Beleidigung des türkischen Volkes“, und ließ den amerikanischen Botschafter ins Außenministerium einbestellen. Vor der Abstimmung hatte die türkische Botschaft davor gewarnt, „über die Ereignisse von 1915 ein Urteil zu fällen“. „Behauptungen im Hinblick auf die Ereignisse von 1915 ruhen nicht auf rechtlichen und historischen Tatsachen“, hieß es in einer Stellungnahme. „Die Türkei widersetzt sich allen legislativen Schritten und anderen offiziellen Akten, die versuchen, ein Urteil über ihre Geschichte zu sprechen. Die Angelegenheit sollte Historikern überlassen werden.“ weiter