In Israel haben die Begriffe nämlich eine andere Bedeutung als in anderen Demokratien. Seit der Französischen Revolution werden, vereinfacht gesagt, die „unteren Schichten“, die Arbeitnehmer, die Einkommensschwächeren, die weniger Gebildeten als „links“ eingestuft. In Israel hingegen bilden die sozial Benachteiligten – die orientalischen Juden, die kinderreichen Familien in den ärmlichen Vierteln – die Stammwählerschaft der „rechten“ Parteien, während die „Elite“, von den Studenten und den auf hohem Niveau abgesicherten Beamten bis zu den Managern und Unternehmern, von je her eher die Arbeiterpartei oder andere „linke“ Gruppierungen gewählt hat.

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