Lange haben wir nichts von unserem Außenminister gehört. Doch jetzt ist seine große Stunde da – jetzt rettet er das Iran-Atomabkommen und damit den Weltfrieden.
Heiko war gestern in Teheran und posierte dort mit den großen Führern des Iran. Er ist hingegen eher ein kleiner Führer, dafür ein sehr entschlossener. Aber das Wesentliche an ihm ist, dass er ein großer Taktiker auf der Weltbühne ist. So stimmte seine Vertretung bei der UN erst im November acht von neun Israel-feindlichen Resolutionen zu – aber nicht jetzt, wie Sie denken. Natürlich, um Israel zu schützen! Laut Auswärtigem Amt, stimme Deutschland so, um „den Israel-kritischen Tonfall der Resolutionen abzumildern“. Wenn beispielsweise demnächst eine Resolution stattfindet, ob Israel das Mittelmeer vergiftet, würde Deutschland dafür stimmen, um den Resolutionstext so abzuwandeln, dass Israel nur noch palästinensiche Brunnen vergiftet, um Kinder zu töten. Wir wissen schließlich besser, was gut ist für Israel, als Israel.
Gut für Israel ist, so bestimmt Heiko, auch das Atomabkommen mit dem Iran. Nun scheint es erstmal ziemlich Israel-feindlich, dafür sorgen zu wollen, dass die iranischen Obergurus mehr Kohle bekommen, indem man sie nicht sanktioniert. Die wollen Israel schließlich ins Meer treiben, finanzieren islamistische Terroristen im Gaza und im Libanon, die dann wiederum iranische Raketen auf Israel schießen. Naja gut, und sie bauen Atombomben und letztens testeten sie eine Rakete, die Satelliten ins All bringen kann – also zu Deutsch eine Interkontinentalrakete, mit der böse Leute nicht nur Satelliten, sondern vielleicht auch andere Dinge, wie beispielsweise atomare Sprengköpfe, schießen könnten. Und das ist ihnen sogar trotz des Atomabkommens erlaubt.
Der Heiko weiß, wie man mit solchen Leuten redet
Die Atombombe bauen sie eben heimlich. Sagt zumindest der israelische Ministerpräsident und der US-Präsident, aber was können die schon wissen, was unser großer kleiner Heiko nicht weiß? Es gibt ja schließlich internationale Kontrollen, ob der Iran sich auch an den Vertrag hält – gut, die müssen sich zwar vor jeder Kontrolle in Teheran anmelden, aber egal. Der Heiko weiß, wie man mit solchen Leuten redet.
Etwa mit dem chinesischen Regime. Das wies er vor kurzem so in seine Schranken zurück, dass es lange brauchen wird, um sich zu erholen. So ließ er nach einem Treffen mit dem Vize-Präsidenten der größten Diktatur der Erde verlauten: „China ist für uns wichtiger Handelspartner. Wir wollen aber auch, dass China international eine konstruktive Rolle spielt.“ Riechen Sie die Kritik? Riecht nach Wasser.
Aber der Heiko durchschaut die iranischen Pläne. So sagt er: „Der Konflikt um Iran ist einer der großen Konflikte unserer Zeit. Ich habe in den letzten Tagen eine Vielzahl von Gesprächen mit Ländern in der Nachbarschaft geführt. Es ist deutlich geworden: niemand will eine Eskalation.“
Er hat natürlich recht. Wir merken uns: Im nahen Osten hat niemand, wirklich NIEMAND die Absicht, etwas eskalieren zu lassen. Bingo!
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