Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat neben vielen anderen Talenten auch einen Sinn fürs Theatralische. So ließ er zu Fronleichnam 2016 ein Flüchtlingsboot aus Malta nach Köln schaffen, um es vor dem Eingang des Doms aufzubauen. Von diesem „Altar“ gab er dann eine Predigt zum Besten, in der er u.a. sagte: „Wer Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt, lässt Gott ertrinken – jeden Tag, tausendfach.“ Der Kölner Stadtanzeiger, das Hausblatt des Bistums und des Festkomitees Kölner Karneval, war begeistert: „Kardinal Woelki hält beeindruckende Predigt auf Flüchtlingsboot“. Das war sehr volksnah, sagt man doch in Köln auch: „Ich gehe nach Karstadt.“
Davon abgesehen, muss man sich natürlich fragen, wer für die unterlassene Hilfeleistung im Sinne des § 323c des StGB zur Verantwortung gezogen werden könnte. Wie wäre es z.B. mit dem Arbeitgeber des Kardinals, der auch die Passagiere der „Titanic“ und der „Wilhelm Gustloff“ ertrinken ließ, von seiner Untätigkeit in der Causa Auschwitz nicht zu reden?
Aber für solche Fragen ist nicht der Kardinal zuständig, sondern Richard David Precht. Und so macht der Kardinal weiter. In seiner Silvesterpredigt sagte er: „Als Christen sollten wir überzeugte Europäer sein.“ Der Kontinent brauche Menschen, „die sich lieber wieder in einer Volkspartei gestaltend engagieren, statt sich zynisch in Twitter oder anderen Social-Media-Debatten zurückzulehnen“.
Dass ein Kardinal dazu aufruft, der SPD beizutreten, ist ein echtes Novum. Es könnte damit zu tun haben, dass sowohl der KK wie der SPD die Gläubigen davonlaufen. So etwas verbindet. Falls Sie dem Kardinal dazu gratulieren wollen, versuchen Sie es unter dieser Adresse: woelki@koelner-dom.de
„Als Christen sollten wir überzeugte Europäer sein.“
Gilt das generell für Christen aus China, Afrika, Indien, Russland, USA, Iran,usw? Ist das das Ziel? Dann ist also auch Jesus ein Europäer? Das hat Herr Woelki aber nicht gut durchdacht. Das sollte er doch nochmal genauer durchdenken. Immerhin war Jesus kein Europäer. Als Jude wurde er geboren. Als Jude ist er gestorben. Als Jude ist er auferstanden. Als Jude kommt er wieder zu Israel und den Nationen
Er ist kein Antisemit und ist deshalb in der Lage, die Nationen vom Antisemitimus zu heilen.
Israel muss sich nur zu einem Juden bekehren. Die Nationen werden sich zu vielen Juden plus einem bekehren müssen. Sie haben es uns zuliebe bis heute hinausgeschoben, ihre Erwählung anzunehmen. Sie haben auf uns Dämlinge sehr lange gewartet und hätten fast selber den richtigen Zug verpasst. Aber Gott sei Dank, so wird es nicht für immer bleiben. Der gute Wein kommt ganz zuletzt.
Darum wäre es gut, wenn die Kirche darauf verzichten könnte, solche Kardinalsfehler zu verbreiten. Aber da gibt es wohl keinen der sich getraut, dem Kardinal zu sagen, das Europa nicht überall ist? nicht in China, nicht in Indien, nicht in Afrika. Und auch Rom ist nicht Europa.
Von Zion jedoch wird Weisung ausgehen und alle Völker werden nach Zion ziehen und von IHM lernen was Frieden ist. Auch Europa.
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