Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan pöbelte bei seiner Rede zum Staatsbankett massiv gegen Deutschland. Mitten im Text wich er vom Redemanuskript ab, sprach frei.

Tenor seiner wilden Attacken: Deutschland schütze Terroristen, die Tausende Türken auf dem Gewissen hätten. „Und die laufen hier einfach unbehelligt rum“, rief er.

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Anmerkung: Ich hätte diesen Judenhasser erst gar nicht empfangen, spätestens jetzt in Flieger gesetzt. – Uriel Mann

Auf der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem türkischen Präsidenten Erdogan in Berlin ist ein türkischer Journalist wegen eines Protest-T-Shirts abgeführt worden. Der Deutsche Journalistenverband sagte uns, diese Maßnahme zeuge von „großer politischer Instinktlosigkeit“. Regierungssprecher Seibert verteidigte die Ordner im Saal.

Bei dem Journalisten handelt es sich um den Fotografen Adil Yigit. Er lebt seit Jahren in Hamburg und war als Fotograf akkreditiert. Auf der PK trug er ein T-Shirt, auf dem die Freilassung inhaftierter Kollegen in der Türkei gefordert wird.

Der Sprecher des Deutsche Journalistenverbandes, Hendrik Zörner, sagte dem Dlf, es sei instinktlos, dass der Mann ausgerechnet auf der Pressekonferenz entfernt werde, in der die Kanzlerin von schwerwiegenden Differenzen bei Menschenrechten und Pressefreiheit gesprochen habe.

Regierungssprecher Seibert twitterte zu dem Vorfall, man halte es bei Pressekonferenzen im Kanzleramt wie der Deutsche Bundestag: keine Demonstrationen oder Kundgebungen politischer Anliegen. Weiter heißt es in dem Tweet: „Das gilt völlig unabhängig davon, ob es sich um ein berechtigtes Anliegen handelt oder nicht.“

Merkel ließ keine Regung erkennen, als der Reporter abgeführt wurde. Erdogan quittierte den Vorfall mit einem Lächeln. Die Tagesthemen twitterten kurz darauf, der Journalist habe seinen Protest erläutert und gesagt, es sei ihm um die Pressefreiheit gegangen.

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