Im August 2018 haben sich die selbsternannten Qualitätsmedien von einer vorurteilsfreien und ausgewogenen Berichterstattung über politische Ereignisse endgültig verabschiedet.
In den Redaktionsstuben hat ein linksradikaler Zeitgeist flächendeckend die Deutungshoheit übernommen und diktiert die Agenda. Während in der DDR die Propaganda staatlich verordnet war, verstehen sich heutige Journalisten und Redakteure als Freiwillige an der Desinformationsfront.
Und die Kunst des Umdeutens von Fakten, die Verdrehung von Ursache und Wirkung, das unauffällige Lancieren von Interpretationen in Nachrichten wurde jahrzehntelang an der Israel-Berichterstattung geübt.
So wurden aus Arabern „Palästinenser“. Aus Terroristen „Aktivisten“ und „Freiheitskämpfer“. Aus Soldaten der israelischen IDF-Streitkräfte wurde „Soldateska ohne Empathie“ und der waffenstarrende Gaza-Streifen wurde zum größten „Freiluftgefängnis der Welt“ umdeklariert.
Friedliche jüdische Siedler in Judäa und Samaria (auch bekannt als „Westjordanland“) sind für die Mainstream-Presse hingegen keine „kulturelle Bereicherung“ für den Nahen Osten und sorgen demzufolge dort auch nicht für eine „bunte“ und erstrebenswerte Bevölkerung. Nein, in den Augen deutscher Medien sind sie die blanke Provokation.
Wann immer ein Araber sich mit einem Messer oder Beil auf einen jüdischen Israeli stürzt und diesen zu ermorden versucht, ist der Araber das beklagenswerte Opfer, sobald die Juden sich erdreisten, sich zu wehren.
Merke: Nur ein toter Jude scheint in deren Augen ein guter Jude zu sein. Diese Einstellung ist allerdings schon sehr alt und besitzt eine gewisse Tradition, unter „Rechten“ wie auch unter „Linken“.
Dass diese Form der ideologischen Beeinflussung ihre Wirkung hat, bezeugen viele Kommentare zum Beispiel auf Facebook, die diese Falschaussagen, Unwahrheiten und Vorwürfe immer wieder aufgreifen und weiterverbreiten. Irgendwas wird ja schon dran sein.
Nun können viele Bürger in Deutschland die wahren Lebensverhältnisse in Israel nicht nachprüfen. Sie sind förmlich dazu gezwungen, den Medien zu vertrauen – und die Medien wissen das.
Das in meinen Augen lächerlichste Totschlagargument der hiesigen Presse funktioniert jedoch beim Israel-Kritisieren nicht. Dafür umso besser beim Bashen von Sachsen. Wann immer in Dresden oder Chemnitz die Sachsen gegen eine Islamisierung der eigenen Gesellschaft demonstrieren, wann immer man sich dort gegen das Versagen des Rechtsstaates bei Abschiebungen, Gewaltkriminalität von Migranten oder zweierlei Maß bei Bigamie und Kinderehen arabischer Einwanderer wendet, wird der Protest mit folgender Feststellung niedergewalzt: Im Osten gibt es doch gar keine Ausländer! Ganz so, als dürfe man sich erst beklagen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Nach dieser Logik dürften die Grünen in Deutschland auch nicht gegen die Abholzung des tropischen Regenwaldes protestieren – denn es gibt hier ja keinen tropischen Regenwald.
Mittlerweile stimmt übrigens die Grundannahme dieses Argumentes auch nicht mehr. Dresden, Chemnitz, Halle, Cottbus und andere ostdeutsche Gemeinden haben sehr wohl eine große Anzahl von (vornehmlich moslemischen) Migranten aufgenommen. Und schon bewahrheitet sich der legendäre Satz von Willy Brandt aufs Neue: Zur deutschen Einheit bemerkte er, dass jetzt zusammenwachse, was zusammengehört. Dieser Satz ist auch in seiner Negation richtig. Es kann nicht zusammenwachsen, was nicht zusammengehört.
Und eine arabisch-islamische Tradition ist mit der westlichen Kultur bzw. einem europäischen Lebensgefühl nicht kompatibel. Diese Erkenntnis wird in Chemnitz deshalb so energisch vorgetragen, weil sich die Bürger dort eben nicht über Jahrzehnte mit Parallelgesellschaften stillschweigend abgefunden haben.
Aber die Proteste in Chemnitz stellen eine besondere Zäsur in Deutschland dar.
Die politisch-korrekte Öffentlichkeit sieht in den proletenhaften Neonazis, die den Hitlergruß auf den Demonstrationen gegen die Messerstechereien in Chemnitz gezeigt haben, den Beweis, dass Deutschland oder wenigstens Sachsen komplett in einen neuen Nationalsozialismus abdriftet.
Und jeder Hinweis, dass tausende gewaltfreie Bürger auf ebenjenen Demonstrationen die überwältigende Mehrheit stellten, wird als Relativierung eingestuft.
Das Kuriose an der Einwanderungspolitik ist, dass Kosmopolitismus und eine multikulturelle Gesellschaft per se erst einmal nichts Schlechtes ist (Israel ist vielleicht eines der Länder mit gemischtesten Bevölkerung überhaupt). So wie der Wunsch nach Sex ja auch nichts Schlechtes ist, er aber zu einem großen Problem wird, wenn die Frau Nein sagt, den Mann aber ihre Ablehnung nicht interessiert. Und viele ganz normale Menschen in Deutschland möchten in keiner multikulturellen Gesellschaft leben, die die eigenen sozialen und soziokulturellen Strukturen sprengt. Und dies ist eine legitime Einstellung.
Aber in der Zwangsbeglückungs-Euphorie sozialistischer Weltverbesserer von CDU bis LINKE sind solche ablehnenden Einstellungen schlagende Beweise für Fremdenfeindlichkeit der deutschen Bevölkerung und müssen auf das Entschiedenste bekämpft werden. Hier wird ein Nein eben nicht als Nein akzeptiert.
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