Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege. Markus 10,52
 
Die Kaltherzigkeit der Ertappten
Der WDR und Arte haben den derzeit besten und wichtigsten Film zum Antisemitismus in Europa nach langer Weigerung schließlich ausgestrahlt – und sich dabei massiv und auf bizarre Weise von ihm distanziert. Anders, als die Sender behaupten, hatte das jedoch weder journalistische noch handwerkliche Gründe, sondern handfeste politische. Zur Rekapitulation und Einordnung eines veritablen Skandals.
Am Ende wurde sie dann doch noch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, die Dokumentation »Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa« von Joachim Schroeder und Sophie Hafner. Danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen, nachdem der deutsch-französische Sender Arte, für den der Film ursprünglich produziert worden war, eine Ausstrahlung kategorisch abgelehnt hatte – trotz der Abnahme durch die zuständige, zum Westdeutschen Rundfunk gehörende Redakteurin Sabine Rollberg. Für die Weigerung hatte Arte zunächst offiziell formale Gründe geltend gemacht: Die Dokumentation, so hieß es, entspreche »in wesentlichen Punkten« nicht dem vereinbarten Projekt – zu wenig Europa, zu viel Naher Osten. Außerdem habe der arabisch-israelische Autor und Psychologe Ahmad Mansour, der die »Ausgewogenheit« und »Ergebnisoffenheit« garantieren sollte – eine höchst merkwürdige Vorgabe beim Thema Antisemitismus –, nicht wie ausgemacht mitgewirkt.
Dass diese Argumente nur vorgeschoben waren und es in Wahrheit um die politische Stoßrichtung des Films ging, ließ sich schon früh mehr als nur vermuten, zumal die Autoren glaubwürdig berichtet hatten, dass die Verantwortlichen des Senders ihr Werk für eine »antimuslimische, antiprotestantische und proisraelische Provokation« hielten, mit der »Öl ins Feuer« gegossen werde. Beim Vertragspartner WDR sah man gleichwohl – respektive genau deshalb – keinen Handlungsbedarf und stellte sich hinter Arte. In der Folge gerieten die Sender allmählich unter Druck: Zum einen häuften sich in den Medien die Beiträge von Journalisten und Redakteuren, die den Film zu sehen bekommen hatten und die Ablehnung der Ausstrahlung kritisierten, so etwa René Martens in der taz und Jan Grossarth in der FAZ. Zum anderen erhob sich auch in den Social Media einige Empörung über die störrische Haltung von Arte und WDR. Doch die beiden Anstalten blieben bei ihrem Entschluss, die Dokumentation dem Publikum vorzuenthalten. Das änderte sich erst, als die Bild-Zeitung sich der Sache annahm, ganzseitig über den Film berichtete und ihn schließlich sogar einfach für 24 Stunden auf ihrer Website online stellte. Ein Akt der digitalen Piraterie, der für den Springer-Konzern ein überschaubares Risiko darstellte. Schließlich konnte er davon ausgehen, dass Arte und der WDR schon aus Imagegründen an einem Rechtsstreit kein Interesse haben würden. Nun war die Dokumentation im Netz und damit der Kontrolle der beiden TV-Sender entzogen. Der bewusste Leak heizte die Debatte erst richtig an. Zwar sprangen manche Journalisten jetzt Arte zur Seite: Der Film sei einseitig und fehlerhaft, hieß es verschiedentlich, deshalb sei es richtig oder zumindest verständlich, dass seine Ausstrahlung abgelehnt wurde. Doch es gab auch viel Anerkennung für den Schritt des Boulevardblatts, die Dokumentation zu zeigen, und viel Unverständnis für die Bockbeinigkeit der Fernsehanstalten.
Beim Versuch, die Diskurshoheit zurückzugewinnen, ergriff die ARD schließlich die Flucht nach vorne und nahm den Film kurzfristig doch noch ins Programm, gewiss nicht zuletzt deshalb, weil es sie störte, dass die Bild-Zeitung sich als Hüterin der Presse- und Meinungsfreiheit präsentierte, während Arte und der WDR sich mit dem – berechtigten – Vorwurf der Zensur herumschlagen mussten. Die Ausstrahlung am 21. Juni sollte jedoch nicht ohne Auflagen und Einschränkungen erfolgen, ganz im Gegenteil. Zum einen wurde eine Maischberger-Talkshow im Anschluss an den Film anberaumt, deren mehrheitliche Besetzung mit »Israelkritikern« erwarten ließ, dass der Dokumentation und seinen Machern der mediale Todesstoß verpasst werden sollte. Zum anderen wurden Schroeder und Hafner vom WDR unter Druck gesetzt: Sie sollten innerhalb kurzer Zeit einen umfangreichen Katalog mit Fragen zu ihren Quellen und Belegen beantworten, außerdem erhielten sie zwei Tage vor dem Sendetermin per E-Mail eine Aufforderung des Senders, den Film noch einmal an mehreren Stellen zu überarbeiten. Ansonsten sei es »nicht gut möglich«, ihn »in dieser Fassung auszustrahlen«. Nachdem die Dokumentation seit Monaten in einer von einer WDR-Redakteurin abgesegneten Fassung vorlag und die Autoren dennoch immer wieder – erfolglos – ihre Bereitschaft signalisiert hatten, verbliebene Differenzen auf dem Gesprächsweg zu klären, hatte es der WDR also plötzlich eilig. Schroeder und Hafner beantworteten die Fragen trotzdem und nahmen auch die geforderten, rechtlich angeblich notwendigen Bearbeitungen vor. Allein, es half nichts: Die ARD zeigte den Film mit zahlreichen Einblendungen und redaktionellen Hinweisen, die eine vehemente Distanzierung von der Dokumentation darstellten. Parallel dazu veröffentlichte der WDR im Internet einen »Faktencheck« mit Anmerkungen zu nicht weniger als 29 Stellen im Film. »Betreutes Fernsehen« nannten sowohl Thomas Eppinger als auch Gideon Böss diese Art von Kommentierung, die man sonst nur rechtsradikalen Werken wie Hitlers »Mein Kampf« angedeihen lässt. Man tritt dem WDR vermutlich nicht zu nahe, wenn man davon ausgeht, dass diese Art der Präsentation bereits vor den Antworten und Änderungen der Filmemacher feststand. Wie wenig der »Faktencheck« seine Bezeichnung verdient und was er eigentlich bezweckt, ließ der WDR höchstselbst auf seinem Twitter-Account deutlich werden. Dort hieß es unumwunden: »Der Faktencheck soll zur Meinungsbildung berechtigte Gegenthesen anbieten.« Es geht ihm also um Gesinnung, nicht um Tatsachen, womit er nichts anderes als eine Mogelpackung ist. Entsprechend sieht er aus: Statt Fakten enthält er allerlei politische Wertungen, die den Einschätzungen der Filmemacher widersprechen, und der WDR mag nicht einmal dort Antisemitismus erkennen, wo er offensichtlicher kaum sein könnte. Etwa bei Mahmud Abbas‘ Rede vor dem Europaparlament, bei Richard Wagner oder bei der im Film zu hörenden Behauptung der Linken-Abgeordneten Annette Groth, die Israelis vergifteten das Mittelmeer mit Tausenden Tonnen toxischer Chemikalien. Oder beim Anschlag auf das Pariser Bataclan im November 2015. Es gebe, schreibt der WDR, »keinerlei Belege dafür«, dass dieser Angriff des IS »antisemitisch motiviert war«. Er könne deshalb »nicht in eine Aufzählung antisemitischer Attentate aufgenommen werden«. Dass das Etablissement Juden gehörte und wegen proisraelischer Veranstaltungen immer wieder bedroht wurde; dass eine salafistische Terrorgruppe, die sich später dem IS anschloss, schon Jahre zuvor kundgetan hatte, einen Anschlag auf das Bataclan zu planen, »weil die Eigentümer Juden sind«; dass der IS generell genauso wenig einen Hehl aus seiner antijüdischen Gesinnung macht wie andere islamistische Organisationen – all das genügt dem Westdeutschen Rundfunknicht, um in dem Angriff auf die Lokalität und ihre Besucher eine antisemitische Tat zu sehen. Ob das ein Ausdruck politischer Blindheit ist oder eine ideologische Überzeugung widerspiegelt, ist dabei fast schon nebensächlich. An anderen Stellen gibt der »Faktencheck« schriftliche Einlassungen der im Film kritisierten NGOs und Nahost-Initiativen wieder, die – wenig überraschend und noch weniger überzeugend, weil argumentativ äußerst dürftig – den Vorwurf zurückweisen, zum Antisemitismus beizutragen. Wenn man diese Stellungnahmen mit den Antworten von Schroeder und Hafner auf den Fragenkatalog der WDR abgleicht, zeigt sich noch einmal, dass die beiden Autoren gute Gründe dafür hatten, die Arbeit von Organisationen wie Brot für die WeltB’Tselem und EAPPI in Israel und den palästinensischen Gebieten in einer Dokumentation über Antisemitismus einer Kritik zu unterziehen. Umgekehrt hat es der WDR bisweilen selbst nicht so genau mit den eigenen hohen Ansprüchen genommen, etwa in seinen Ausführungen zur israelischen Organisation NGO Monitor, die den Sender in einem Schreiben deshalb auch deutlich auf seine Fehler und Versäumnisse hingewiesen hat.
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Tödliche Gerüchte

Sie stammen aus dem Mittelalter, noch immer werden sie in dubiosen Blogs und einschlägigen Foren verbreitet: antijüdische Verschwörungstheorien. Eine Übersicht der schlimmsten Gerüchte.
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Europa kapituliert vor dem radikalen Islam

London, 5. Juni 2017. Eine Schweigeminute findet statt am Potters Field Park neben dem Rathaus, um die Opfer des London Bridge-Dschihadisten-Angriffs drei Tage zuvor zu würdigen. Die, die kamen, brachten Blumen, Kerzen und Zeichen mit den üblichen Worten: „Einheit“, „Frieden“ und „Liebe“ mit. Die Gesichter sind traurig, keine Spur von Wut ist sichtbar. Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, ein Moslem, hält eine Rede, die entgegen aller Beweise hervorhebt, dass die Ideen der Mörder nichts mit dem Islam zu tun haben.
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Israelische Luftwaffe greift wieder syrische Ziele an

Seit Jahren unterstützt Israel syrische Rebellen, doch nun greift Israels Luftwaffe direkt Armee-Einheiten des Regimes um Assad an. Die Reaktion aus Damaskus folgt prompt.
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Anmerkung Uli Sahm: Stehen eigentlich die FAZ und dpa in den Diensten Syriens? Schüsse und sogar Mörsergranaten von Syrien auf israelisches Gebiet sind kein „Angriff“, sondern erst, wenn Israel darauf reagiert. Ist das nicht doppelter Standard und in dem Fall ein Merkmal des Antisemitismus? Und wenn die zuerst beschossenen Israelis reagieren, wird ihnen auch noch vorgeworfen, die Rebellen in Syrien zu unterstützen.
 

Palästinensische Umweltverschmutzung: ein schmutziges kleines Geheimnis

Die israelischen Behörden beschlagnahmten letzte Woche zwei Traktoren, einen hydraulischen Bagger und weitere Ausrüstung, die von Palästinensern für illegale Steinbrucharbeiten genutzt wurden, was ein außerordentliches Naturschutzgebiet in der Judäischen Wüste schädigte.
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Dumme Antisemiten am Rande des Nervenzusammenbruchs
Vieles, das in Köln passiert, lässt sich mit der großen Dichte an Brauhäusern rund um den Dom erklären. Und damit, dass „Kölsch“, eine Art Bier, das nicht zu Ende gebraut wurde, nicht als Alkohol gilt, aber die gleiche Wirkung zeigt. Hinzu kommt das kölsche Jrundjesetz, das aus 11 Paragrafen besteht, die alle Lebenslagen abdecken.
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Wie Israel in palästinensischen Schulbüchern dargestellt wird
In Schulbüchern im Westjordanland und im Gazastreifen wird Hass gegen Israel und Juden geschürt. Deutsche Politiker sind alarmiert.
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Anmerkung: Deutsche Politiker sind alarmiert, aha. Als wenn das Thema neu wäre, als wenn deutsche Politiker etwas unternehmen würden
Wie schrieb jemand zurecht auf FB: „Ich ertrage dass Bild nicht, sorry! Kippa tragen und Judenmörder ehren in einem Atemzug! Das bringen fast auch nur deutsche Politiker fertig!“

Merkels Versagen

Euro-Krise, Energiewende, Grenzöffnung: Dreimal hat die Kanzlerin planlos gehandelt und gravierende Fehler gemacht. Eine Analyse.
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Betreute Demokratie – das deutsche Missverständnis
Die Funktionsweise von politischem Machterhalt und Entscheidungsfindung hat der spätere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereits 1999 sehr treffend beschrieben: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
Die entscheidende volatile Größe bei dieser Beschreibung ist das, was Juncker das große Geschrei nennt. In Deutschland neigt eine satte 2/3-Mehrheit der Journalisten den linken Parteien zu. Das große Geschrei, das sie erheben, betrifft eben nur das, was sich innerhalb ihrer Blase als unliebsam darstellt. Über alles andere macht der linke Journalismus kein großes Geschrei, so dass bei den Herrschenden der Eindruck entstehen kann, dass – solange sie mit den Medien gut zusammenarbeiten – das Geschrei schon ausbleibt.
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Zum Thema muslimische Feste von einer Leserin:

Die muslimischen Feste zu feiern wie sie zu Fallen werden, ist sehr kurz gedacht und hat mit Toleranz nichts zu tun.

Mit Unwissenheit schon. Das Zuckerfest habe ich mir sagen lassen müssen, geht auf einen Karavanenüberfall des ungeratenen Propheten zurück. Er plünderte mit seinen Kriegern die Karavane und verspeiste die Vorräte, tat sich  gütlich mit den Frauen, und enthauptete deren Männer just for Fun. Wenn Steinmeier das mitfeiern will muss er sich alleine lächerlich machen.

Es gibt genügend schöne Feste die uns gegeben sind. Man kann sie ohne sich schämen zu müssen auch jetzt noch feiern. Europa hat seine Feste der Bibel zu verdanken.

Warum also hopp und weg? Sie werden den Islam überdauern. Ich werde keine Grenzüberschreitungen begehen nur weil ein Bundespräsident sich einbildet, der Islam gehöre zu Deutschland.