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Hildesheimer Kuschelecke von Juden bedroht!

An der „Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst“ (HAWK) in Hildesheim wurde jahrelang ein antiisraelisches Seminar angeboten, in dessen Rahmen auch antisemitische Materialien verwendet wurden. Nun wird es abgesetzt. So weit, so gut. Aber noch in der Ankündigung dieser Maßnahme wird deutlich, dass die Hochschule sich als verfolgte Unschuld sieht. Wer heute in Deutschland Antisemitismus anprangert, sieht sich schnell dem Vorwurf ausgesetzt, die Freiheit der Wissenschaft oder – wie es bei der HAWK heißt – das „sichere und vertrauensvolle Lernumfeld“ zu gefährden.

Zehn Jahre lang unterrichtete Ibtissam Köhler – trotz Protesten einzelner Studenten wegen ihrer Einseitigkeit – an der HAWK das Seminar „Zur sozialen Lage der Jugendlichen in Palästina“. Dem offiziellen Seminarplan zufolge, den Frau Köhler Semester für Semester einreichte, ohne dass es vonseiten der zuständigen Dekanin oder gar der Hochschulpräsidentin zu Fragen kam, sollten die Studenten unter Anderem lernen, dass die Staatsgründung Israels auf der „ethnischen Säuberung Palästinas“ beruhte; dass nach 1967 „die Palästinenser als Nicht-Menschen … als Abfall behandelt werden“; dass  „die israelische Apartheid-Mauer“ ein „Instrument des Terrors“ sei; und dass der jüdische Staat „die lokale israelische Version einer entmenschlichten Gesellschaft“ darstelle.

Um es klar zu machen: Themen wie: „Israel-Kritik in der palästinensischen Propaganda“ oder „Jüdischer Antizionismus von Karl Marx über Hannah Arendt bis Tony Judt“ oder „Die Problematik der Besatzung: israelische Reaktionen von links und rechts“ wären durchaus angemessene Themen für wissenschaftliche Seminare an einer deutschen Hochschule, wenn auch vielleicht nicht, wie an der HAWK, im Rahmen einer Sozialarbeiterausbildung, die ihre Verbindungen zur lebensweltlichen Praxis der angehenden SozialarbeiterInnen betont.

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SRF und das «Terrorismusgesetz» für Zwölfjährige

„Israel führt „Terrorismusgesetz“ für Zwölfjährige ein„ so ein Titel auf der Website des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am 4. August 2016. Darunter hiess es als Kurzerklärung: “In Israel sollen zwölfjährige Kinder ins Gefängnis kommen, wenn sie «Terror» begehen. Das israelische Parlament hat ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Davon betroffen sind Palästinenserkinder.”

Im diesem Zusammenhang führte SRF auch ein Gespräch mit Avi Primor, dem ehemaligen Botschafter Israels in Deutschland, der die Gesetzesvorlage als “populistisch” bezeichnet. Israel hat allerdings kein „Terrorismusgesetz“ für 12-Jährige eingeführt, wie es bei SRF fälschlicherweise im Titel steht. Vielmehr wurde das Alter für Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre heruntergesetzt.

Anlass für die Gesetzesvorlage vom November 2015 war die Beteiligung eines 13-Jährigen an einem Anschlag, wobei er einen Gleichaltrigen niederstach, der zufällig vor Ort war. Diese Tat wird in Europa zum grossen Teil als „legitimer Widerstand gegen die Besatzung“ betrachtet, gleichgültig wie jung oder alt die Täter sind. Für Israelis jedoch ist das ein „Terroranschlag“, der sich in eine ganze Serie ähnlicher Attacken älterer Täter einreiht und dem Jugendlichen als Vorbild gedient haben. Der Terrorist, welcher Dafna Meir, Mutter von sechs Kindern, ermordete, war 15 Jahre alt.

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