GERMAN MEDIA WATCH

Immer wieder liest man überall diese oder ähnliche Feststellung.

Das der erste Satzteil ein fester Bestandteil in unserer Gesellschaft sein muss, sei unumstritten. Wollen wir uns aber dem 2. Baustein genau anschauen: Selbstverständlich darf und muss man Freunde kritisieren können – meinen wir. Wir dürfen auf Missstände hinweisen, können Vorschläge machen und müssen nicht mit allem einverstanden sein, was dort geschieht; sei es bezüglich der innerparteilichen Querelen, der Arbeitslosigkeit, der Umgang mit der arabischen Bevölkerung insbesondere an den Kontrollpunkten. Spätestens jetzt geraten wir ins Stocken. Unter welcher Anspannung müssen die jungen Männer und Frauen stehen, wenn sie nacvh den Ausweispapieren fragen? Wie oft wurde statt dieses Dokuments eine Waffe gezückt oder der Zündknopf für eine Bombe gedrückt. Kann man da nicht verstehen, wenn man ganz besonders vorsichtig ist, intensivste Kontrollen durchführt und nicht jedem die Passage erlaubt? Kann man von diesen Leuten immer erwarten, dass sie freundlich lächeln? Statt irgendeine dumme Prognose abzugeben, wollen wir uns lieber selbst fragen, wie wir wohl mit dieser Situation umgehen würden. Keiner von uns schaut mit der rosaroten Brille auf das kleine Land im Nahen Osten, aber haben wir überhaupt ein Recht darauf, Israel zu kritisieren? Keiner von uns im noch sicheren Deutschland muss Angst haben, das der Schulbus seiner Kinder auf dem Weg mit Steinen beworfen und/oder beschossen wird. Wir können unbeschwert in einem Café sitzen, ohne misstrauisch auf jeden neu Eintretenden zu reagieren, da dies ein Selbstmordterrorist sein könnte. Und keiner von uns muss immer wieder schauen, ob ein Bunker in der Nähe ist, den man im Fall eines Alarms innerhalb von 15 Sekunden erreichen kann. Wie oft hat die israelische Regierung Hilferufe nach Angriffen durch palesdtinensische Terroristen in Richtung EU/UN gesandtt und was geschah? Wenn man überhaupt reagierte, dann wurde diese aufgefordert, ruhig zu bleiben. Wehrte man sich, wurde Israel gemaßregelt.

Das Fazit, welches wir aus unseren Überlegungen ziehen müssen, wird vielen nicht gefallen:

Antisemitismus NEIN, Israelkritik: ERST RECHT NICHT!

Quelle: GMW 2013

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